Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte will Kinderfeuerwehr gründen

Erste reguläre Jahreshauptversammlung seit zwei Jahren. Neben vielen Ehrungen und Beförderungen auch Gründung einer Kinderfeuerwehr beschlossen. Zwei neue Löschfahrzeuge voraussichtlich noch dieses Jahr.

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Am Freitag dem 15. Juli führte die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Mitte nach Pandemie bedingter Pause ihre erste reguläre Jahreshauptversammlung seit zwei Jahren durch. Hierzu konnte Wehrführer Dr. Florian Martens neben vielen Kameradinnen und Kameraden auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen.

In ihren Jahresberichten hoben die verschiedenen Redner hervor, welche Herausforderungen die Einschränkungen der Covid-19 Pandemie für den Feuerwehralltag hervorgerbacht hatten, aber auch mit welch kreativen Lösungen diesen begegnet wurde. So seien praktische Ausbildungsdienste lange nicht möglich gewesen, Lehrgänge hätten sich verschoben und auch die Kameradschaftspflege konnte lange Zeit kaum stattfinden. In digitalen Ausbildungsdiensten konnten jedoch weiterhin wichtige Themen behandelt werden und durch zahlreiche Schutzmaßnahmen gab es nur wenige Erkrankungen in den eigenen Reihen, so dass die Einsatzbereitschaft und damit auch die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger stets gewähreistet war. Neben einem deutlichen Rückgang der Einsätze in der Hochphase der Pandemie und während des Lockdowns konnte Jugendfeuerwehrwart Jan Wächter berichten, dass es gerade in der Jugendfeuerwehr auch einige Abgänge gegeben hätte. Jedoch freute er sich auch, dass in dieser Zeit auch vier Mitglieder in die Einsatzabteilung übertreten konnten, was den Stellenwert der Jugendarbeit unterstreicht. Er freute sich besonders, dass nun wieder reguläre Dienste der Jugendfeuerwehr möglich sind und damit auch die Teilnahme an Wettkämpfen und ein Zeltlager im nächsten Jahr an der Ostsee.

Wehrführer Martens stelle in seiner Rede einige Punkte besonders heraus. So sei die personelle Situation der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte im Vergleich zu anderen Feuerwehren immer noch erfreulich und er freue sich insbesondere über einen doppelt so hohen Frauenanteil wie im Landesdurchschnitt. Doch wenngleich sehr viele junge Mitglieder in der Wehr engagiert seien, so würden viele junge Familien diese wieder verlassen, da sie keinen Wohnraum in Wachennähe fänden. Hierdurch würden immer wieder gut ausgebildete und erfahrene Kräfte die Wehr und häufig auch die Stadt verlassen. Gemeinsam mit dem Wehrführerausschuss fordert eine AG Wohnraum daher kreative Lösungen, um weiterhin kurze Ausrückezeiten zu gewährleisten und Mitgliedern halten zu können. Im Bereich Technik freut er sich, dass in absehbarer Zeit zwei neue Löschfahrzeuge für den 1. Zug und 2. Zug zur Verfügung stehen werden. Hier präsentierte er vorab einige Fotos aus der Werkproduktion. Die durch Corona extrem langen Lieferzeiten der Industrie seien jedoch zunehmend ein Problem. So sein Angebot der Industrie teilweise ausgeblieben und Fertigungen hätten sich deutlich verzögert. Dies mache anstehende Anschaffungen zunehmend schwerer kalkulierbar. Für die Standorte am Erlenring und der Ketzerbach forderte er außerdem die Umsetzung einer zugesagten Machbarkeitsstudie, um bauliche Mängel absehbar beheben zu können. Abschließend dankte er insbesondere allen Kameradinnen und Kameraden für ihr besonnenes und engagiertes Vorgehen während der Pandemie.

Bei der anschließenden Präsentation und Diskussion zur Gründung einer eigenen Kinderfeuerwehr am Standort Marburg-Mitte waren sich die Beteiligten einig, dass dies ein wichtiger Schritt zur Nachwuchsgewinnung sei. Die Abstimmung wurde daher mitgroßer Mehrheit angenommen. Silvana Ruppenthal und Nora Schotten wurden anschließend sogleich als Kinderfeuerwehrwartin und Stellvertreterin gewählt. Sie werden die anstehende Gründung nun zusammen mit der Wehrführung absehbar voranbringen.

Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent Dr. Spies hob in seiner Rede hervor, dass die Freiwillige Feuerwehr Marburg mit ihren vielen und gut ausgebildeten Mitgliedern ein wichtiger Garant für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen wie den Klimawandel sei. Dies sei auch auf das duale System aus Fachdienst Brandschutz und Freiwilliger Feuerwehr zurückzuführen und ein echter Schatz. Er sagte außerdem zu, den bestehenden Bedarfs- und Entwicklungsplan fest umsetzten zu wollen. Außerdem freute er sich besonders, zusammen mit der Leiterin Feuerwehr Carmen Werner ein Dankes- und Familienfest für alle Feuerwehrangehörigen im September anbieten zu können.


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